
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - so war das Gefühl, als unsre Frauenmannschaft im November ihr erstes Spiel in der 2. Bundesliga bestritt.
Mit freudiger Erwartung, aber auch ein wenig Unsicherheit sah man einerseits den vielen Spieltagen mit weiten Fahrten und der Organisation familiärer Angelegenheiten entgegen, andererseits spürte man den Stolz, es geschafft zu haben und den Willen, sich sportlich gut zu verkaufen. Nach den ersten Spielen merkte man auch, dass man nicht aus Zucker war - bereits im ersten Spiel wurde ein Satz gewonnen, im zweiten Spiel sogar ein 3:0 Sieg errungen.
Nach vielen hart umkämpften Spielen mit knappen Siegen und Niederlagen stand man am letzten Spieltag auf dem 8. bzw. drittletzten Tabellenplatz und bestritt am letzten Heimspieltag vor zahlreichen Zuschauern zwei Spiele gegen den TV Öschelbronn und TV Unterhaugstett 2, die weitere Konkurrenten im unteren Tabellendrittel sind. Im ersten Spiel ging es gegen den TV Öschelbronn, dem man sich in einem spannenden Spiel nur knapp mit 2:3 Sätzen geschlagen geben musste. Vor allem im vierten Satz hatte unsere Mannschaft mehrmals die Chance zum vorzeitigen Sieg, doch die Öschelbronner kämpften sich mit Blitz und Donner erfolgreich zurück. Leider verlor man auch das zweite Spiel gegen den TV Unterhaugstett 2, diesmal mit 1:3 Sätzen.
Am Ende des Spieltages merkte man den Frauen schon ein wenig Frust an. Hatte es nach den ersten Spielen noch gut ausgesehen und man konnte sich sogar Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen, so bedeutet der 9. Platz im Normalfall den Abstieg. So merkt man jetzt: Jedem Abschied wohnt etwas Wehmut inne! Es wird die Zukunft zeigen, ob sich unsere Frauen wieder zurückkämpfen und erneut in der 2. Bundesliga aufspielen. Auf jeden Fall werden sie alle ihren Kindern erzählen können, doch schon einmal 2.Bundesliga gespielt zu haben. Der Verein ist stolz auf sie und hat sich gefreut sie bei diesem Wintermärchen zu begleiten.